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laufende Promotionsprojekte I


Baehr, Sebastian Baldin, Klaus-M. Bieg, Ute Dorn-Keymer, Heinrich Enger, Cornelia Feistel, Katharina Fellöcker, Kurt Fischer, Uwe Friedrich, Peter Fuhr, Lothar Geiermann, Bernd Götz, Sigrid Hanitriniaina, Elys Hartmann, Anke Haselbacher, Christine Herr, Werner Küchler-Born, Theresa Krug, Ronny

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Hartmann, Anke

Name: Hartmann
Vorname Anke
Company Universitätsfrauenklinik
Anschrift: Hugstetter Str. 55, 79106 Freiburg
Telefon: 0761/2703075
Fax: 0761/2703073
Mobil: 0172/6245762
E-Mail: anke.hartmann@uniklinik-freiburg.de
Internet www.uniklinik-freiburg.de
Privat  
Anschrift: Johann-Schill-Str. 19, 79232 March
Telefon: 07665/5238896
E-Mail Adresse KPaxAH@googlemail.com
Geburtsdatum 08.08.1966
Geburtsort / -land Stelle/Deutschland

Abschlüsse/Werdegang

1988 Ausbildung in der KrankenpflegeBerufstätigkeit in der Diabetesschulung
1993 Abitur, 1. Kindleitende Krankenschwester beim ASB, 2. KindBerufstätigkeit in der AltenpflegeBerufstätigkeit im Hospiz und innere MedizinBerufstätigkeit in der neurologischen Frühreha
2008 Dipl. Pflegepädagogin (FH)Berufstätigkeit in der neurologischen Ambulanz
2009 Pflegeexpertin für allgemeine, onkologische und urologische GynäkologieWeiterbildung Wundexpertin

Forschungsgegenstand des Promotionsprojekts

„Können alle pflegerischen Interventionen und Prozesse in Terminologien ausgedrückt und damit abgebildet werden?“

Eine theoretische Betrachtung darüber, wie die verschiedenen Handlungsfelder in der Pflege miteinander kommunizieren.

Der Sprache in der Pflege kommt im Rahmen der Professionalisierungsdebatte eine große Bedeutung zu. Ferner sind Pflegewissenschaftler sich nach wie vor nicht im klaren darüber, was Pflege ist bzw. welche Vorbehaltstätigkeiten diese Berufsgruppe hat, auch wenn man der Definition von Pflege näher gekommen ist. Die Argumente für eine Fachsprache sind Abgrenzung des Tätigkeitsbereiches und Leistungs- bzw. Qualitätsnachweis. Dazu, dass dies alles seinen Ausdruck über das Medium Sprache findet, scheint es keine Alternative zu geben, was wiederum ihre Bedeutsamkeit unterstreicht. Eine Fachsprache soll den Inhalt der Arbeit klar und deutlich kommunizierbar machen. Für das Handlungsfeld „Pflegepraxis“ kommt es in der Pflegeliteratur zu folgenden Bemerkungen: Können beobachtete Gesundheitszustände von Patienten nicht beschrieben werden, sei dies ein Zeichen entweder für mangelhafte Bedeutung für die Pflegekraft oder für fehlendes Wahrnehmungsvermögen derselben, d.h. es läge ein fachlicher Mangel vor. Für das Handlungsfeld „Pflegewissenschaft“ gilt: Die Sprache ist ein Grundpfeiler jeder Wissenschaft. So muss sich die Pflege, wenn sie als Wissenschaftsgebiet ernst genommen werden will, einen selbstverständlichen Gebrauch der Fachsprache angewöhnen.

In der Berufsgruppe der Pflege findet aber nicht nur die Diskussion über eine Fachsprache statt. Die Pflege hat ebenfalls das sprachliche Handeln zur Aufgabe, welches sehr vielfältig ist und einen großen Teil der Arbeitszeit einnimmt. Das sprachliche Handeln beinhaltet beratende, informierende oder tröstende Gespräche mit Patienten und deren Angehörigen. Außerdem Fachgespräche innerhalb der eigenen Berufsgruppe bzw. den anderen an dem Pflegeprozess beteiligten Berufsgruppen und Lehrgespräche mit Auszubildenden. Unter den Aspekt „sprachliches Handeln“ fällt das „sprechen“. Inhalt der Diskussionen über Sprache ist immer wieder, wie sprechen Pflegende mit den Patienten und deren Angehörigen. Es wird deutlich, dass Pflege ein Sprachberuf und kommunikative Kompetenz für diese Berufsgruppe unerlässlich ist.

Pflegende erbringen täglich eine sowohl für den betroffenen Menschen als auch die Gesellschaft notwendige Sorge. Somit ist das vorliegende Thema gesellschaftsrelevant. Die Aufgabe der Pflege ist eine gesellschaftliche und deshalb muss ihre Sprache sozialverträglich sein.

Pflegewissenschaftler nutzen ein anderes Referenzsystem als die Pflegepraxis. Pflegewissenschaftler orientieren sich an der Wissenschaftssprache, Pflegepraktiker an einem Fachjargon bzw. der Verteilersprache, außerdem unterliegen sie der Sprache der Organisation. Jedes Handlungsfeld nutzt seine Sprache, um seine Wirklichkeit zu konstruieren und zu reproduzieren. Die Sprache spiegelt also die Lebenswelten bzw. den Wirkungsbereich wider, sie ist ein Mittel zur optimalen Verständigung über das Fachgebiet. Die Handlungsfelder der Pflege beeinflussen sich wechselseitig, aber ihre Sprachen schließen sich gegenseitig aus. Ich möchte genau anschauen, welche Sprache welche Funktion für das jeweilige Handlungsfeld hat und wo sich Überschneidungen finden, um eine Möglichkeit zu identifizieren, die Sprachen zusammen zu führen.

Betreuender Dozent

Prof. Dr. Peter J. Weber (Hochschule für Angewandte Sprachen)

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