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laufende Promotionsprojekte II


Lutzer, Birgit Nikodem, Marion Paas, Lore Prediger, Meike Putz-Erath, Lea Rada, Sandra Rumey, Iris Schneider, Armin Schollmeyer, Joachim Schweitzer, Odin Steig, Michael Straß, Daniel Völkner, Irmgard Winterling, Jens Wieland, Ralf

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Straß, Daniel

Name: Straß  
Vorname: Daniel  
     
Privat    
Anschrift: Bernhardystraße 18
06110 Halle/Saale
 
Telefon: (0345) 9601 892  
E-Mail Adresse: Einstrass@web.de  
     
Geburtsdatum: 31.03.1982  
Geburtsort / -land: Gera, Deutschland  

Abschlüsse/Werdegang

berufliche Qualifikation:

-
Studium am CVJM-Kolleg (Aus- und Fortbildungsinstitut für christliche Jugendarbeit und private Fachschule für Sozialpädagogik) in Kassel; Abschluss: CVJM-Sekretär
- Studium der Erziehungswissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg; Abschluss: Dipl. Päd. Thema Diplomarbeit: „Möglichkeiten und Grenzen christlicher Erziehungsaspekte unter postmodernen Bedingungen“
- seit 01/2009 Doktorand an der Phil. Fak. III, seit 04/2010 Stipendiat bei der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt

Ehrenamt/Engagement

Seit 2007 im Vorstand des CVJM-Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V.

Forschungsgegenstand des Promotionsprojekts

„Du sollst lebenslang lernen“. Quasi-religiöse Figuren in säkularer Erwachsenenbildung
(Vorübergehender Arbeitstitel)

Neben analytischen Betrachtungen ist der wissenschaftliche Diskurs zur Erwachsenenbildung/Weiterbildung heute von zahlreichen – unterschiedlich transparenten – normativen Verständnissen durchzogen, etwa dem, dass es für Menschen hohe Priorität haben sollte, lebenslang zu lernen. Als Wissenschaft, die sich in ihrer modernen Ausprägung aus dem Bildungsverständnis der Aufklärung mit ihrem Ziel vernunftautonomer Subjekte entwickelte, hat es die Erwachsenenbildung schon immer mit einer solchen wertbezogenen Standpunkthaftigkeit zu tun. Das gilt nicht minder für postmoderne Zeitdiagnosen, die das Ende des Subjekts und der aufklärerischen Bildungsbemühungen verkündet haben und auch für Vermittlungspositionen zwischen Moderne und Postmoderne.
Die Frage, die im Rahmen der Dissertation bearbeitet werden soll, ist die nach den weltanschaulichen bzw. erkenntnistheoretischen Voraussetzungen dieser Standpunkte und ihrem wissenschaftstheoretischen Status. Ein besonderes Erkenntnisinteresse ist dabei die Relationierung dieser Voraussetzungen mit dem Religionsbegriff: Ist es heute, nach einer geistesgeschichtlichen Entwicklung von der „Religion als Grundlegung (der Pädagogik) bis zu ihrer Bestreitung“ (Ziebertz/Schmidt) möglich, theoretische Positionen in der Erwachsenenbildung/Weiterbildung vor dem Hintergrund eines religiösen Begriffsinventars und als letztlich säkulare ‚Glaubensbekenntnisse’ zu verstehen? Erweist sich dabei das Bild vom mündigen Subjekt jenseits sozialer Vermitteltheit als schlechter gegründet als das dezentrierte Subjekt der Postmoderne? Wie konsequent kann man Vermittlungspositionen denken? Ist in der Theorienpluralität und Offenheit für alle möglichen Standpunkte dennoch ein impliziter Kanon von Normen zu finden, der regelt, worum es Erwachsenenbildung heute gehen sollte und worum nicht? Welche Folge hätte die beschriebene Art der Gründung für das wissenschaftstheoretische Verständnis des Faches?
Um diesen Fragen nachgehen zu können, erweist ein sich von Vornherein transparent bekennendes Verständnis von EB/WB, wie das christliche, als gute Kontrastfolie zur Darstellung moderner und postmoderner Theoriefiguren im heutigen säkularen Diskurs.
Neben dieser Möglichkeit der vergleichenden Kontrastierung eines explizit religiösen Verständnisses mit impliziten Normvorstellungen ist der Ertrag für die Disziplin der Erwachsenenbildung/Weiterbildung eine weiterführende Perspektive auf den Kampf ums Subjekt: Eine christliche Denkungsart von Erwachsenenbildung ermöglicht es, am Ziel der Mündigkeit des Subjekts genauso festzuhalten wie am Wissen um seine faktische Dezentrierung. Was paradox erscheint, kann in eine Identitätsfindung münden, die ihren Grund außerhalb von sich hat, aber genau dort zur eigenen Einheit gelangt.

Betreuende Dozenten

Betreuer (Erstgutachter): Prof. Dr. Bernd Dewe (Philosophische Fakultät III, MLU)
Zweitgutachter: Prof. Dr. Michael Domsgen (Theologische Fakultät)

Einbindung an der Universität oder Berufstätigkeit

Doktorand am Lehrstuhl für berufliche und betriebliche Weiterbildung, Institut für Pädagogik, Philosophische Fakultät III

Vollzeitpromotion (Stipendiat bei der Graduiertenförderung des Landes Sachsen-Anhalt)

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